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25.5.2013

Unsere Internet-Präsenz



 

Internetauftritt des Dekanats – warum?

Das Dekanat Wolfsburg-Helmstedt hat damit begonnen, einen eigenständigen Internetauftritt einzurichten. Man könnte fragen: Warum geschieht das, wo doch etliche Gemeinden zum Teil recht ansprechende eigene Homepages haben?

Zunächst hat niemand Zweifel daran, dass Kirche auch im Internet präsent sein muss. Die Mehrheit der Bundesbürger nutzt das Internet, wobei gerade die Gruppe der über 60-Jährigen am stärksten zunimmt, wie eine Studie von ARD und ZdF feststellte.

Diese Menschen erwarten vom Internetangebot der Kirche aktuelle und korrekte Informationen. Einige Gemeinden des Dekanats haben noch gar keine Internetpräsenz. In anderen Fällen sind die Daten veraltet, z.B. weil der „Webmaster“, der die Seite einmal eingerichtet und gepflegt hat, diese Aufgabe inzwischen nicht mehr wahrnimmt.

Das Dekanat bietet nun eine Dienstleistung an, bei des es gar nicht mehr erforderlich ist, einen Webmaster einzusetzen, weil jetzt jeder sachlich Zuständige – vom Pfarrer bis zur Pfarrsekretärin – selbst (als sog. Redakteur) nach kurzer Schulung und Einarbeitung seine Informationen in die Homepage einstellen kann, ohne irgendwelche Internet-Fachkenntnisse zu benötigen und das zu jeder Zeit von jedem Ort aus.

Die Vorteile sind unmittelbar einsichtig:

  • die Aktualität Daten kann besser gesichert werden
    (man muss ja nicht erst den „Webmaster“ einschalten);

  • ebenso kann der verantwortliche Mitarbeiter leichter sicherstellen,
    dass die Daten richtig sind;

  • Änderungen und Erweiterungen sind schneller möglich;

  • es entstehen keine Kosten für den „Webmaster“; 

Natürlich ist das keine Zauberei. Wir setzen das Redaktionssystem Typo3 ein, welches von einer Fachfirma für uns eingerichtet und betreut wird. Dieses inzwischen weltweit über 200.000 Mal bewährte System bietet noch weitere Vorteile: 

  • die Navigation (das Menue) wird automatisch erstellt

  • die Sitemap wird ebenfalls automatisch erstellt

  • das System enthält eine Suchfunktion

Das System bietet eine Vielzahl von Anwendungen, die sonst mühsam durch einen Webmaster eingerichtet werden müssten:

  • passwortgeschützten Zugang, auch für geschlossene Benutzergruppen

  • Newsverwaltung

  • Newsletter

  • Mailformulare, Anmeldeformulare

  • u.s.w. u.s.w.

Das System kann um zusätzlich benötigte Spezialfunktionen erweitert werden. 

Es kommt noch ein zunehmend wichtiger Aspekt hinzu: Barrierearmut, d.h. Gestaltung eines Internetauftritts in einer Form, die Behinderte nicht ausschließt. Dazu gehört zum Beispiel, dass ein Blinder oder Sehbehinderter sich von einem speziellen Programm (Screenreader) die Seite vorlesen lässt. Für Bundesbehörden ist seit 2002 vorgeschrieben, Internetauftritte barrierearm (eine völlige Barrierefreiheit wird es nie geben) zu erstellen. International gibt es entsprechende Standards. Es sollte klar sein, das wir als Kirche unsere Seiten auch behindertengerecht gestalten - schon aus Eigeninteresse, weil wir die Behinderten ja auch ansprechen wollen. Typo3 (genauer das in unserem Fall zusätzlich eingesetzte Layout YAML) bietet hierzu sehr gute Rahmenbedingungen. 

Form und Inhalt werden hierbei getrennt. Das hat zunächst den großen Vorteil, dass die einzelnen für die Eingabe des Inhalts zuständigen Redakteure weder entsprechende Fachkenntnisse zur Formatierung von Internetseiten haben müssen noch überhaupt den Aufwand für die Formatierung (und das Austesten mit verschiedenen Browsern!) leisten müssen.
Darüberhinaus wird hierdurch eine gewisse Einheitlichkeit im Aufbau der Seiten erreicht, was für den Nutzer eine Erleichterung darstellt. Schließlich kann man die in einer zentralen Datei gespeicherten Formatierungsangaben schnell ändern und damit der gesamten Homepage bei Bedarf sofort ein anderes Erscheinungsbild geben. 

Aber diese Einheitlichkeit bringt da ein Dilemma, wo für bestimmte Bereiche eine eigenständigere Gestaltung erwünscht ist, wie etwa bei den Gemeinden, die man jetzt "Kirchorte" nennt, die aber doch ihr eigenes Gemeindeleben möglichst erhalten und fördern sollen. Dazu kann eine Homepage beitragen, die ja sowieso von Gemeindemitgliedern gestaltet wird.
Man spricht in diesem Zusammenhang von Corporate Identity und will erreichen, dass schon aus dem äußeren Erscheinungsbild die Identität der Organisation erkennbar wird. In einem Unternehmen wird man sich daher für eine konsequente Einheitlichkeit entscheiden. Das Dekanat ist aber kein Unternehmen (keine Corporation, auch im rechtlichen Sinne keine Körperschaft), sondern eine Gemeinschaft von eigenständigen Einheiten. Das Dekanat wird auch durch die Gestaltung des oberen Bereichs (sog. Header) - nicht zuletzt durch das Logo - auf allen Seiten identifiziert. Es stellt sich also die Aufgabe, wo liegt - auch unter Kostengesichtspunkten - das Optimum?

Was wollen wir mit der Homepage erreichen?

Die Internetpräsenz ist kein Selbstzweck, sie dient dazu, unseren Auftrag als Kirche zu unterstützen, den wir in den drei Grunddiensten Liturgie, Verkündigung und Diakonie leisten. Diese Unterstützung kann direkt im Kontakt mit den Besuchern unserer Seite geschehen oder indirekt durch eine Verbesserung der Arbeit unserer Mitarbeiter.

Hier ist also zu unterscheiden zwischen dem Internet - das sich an alle wendet - und dem Intranet, dass von - hauptamtlichen und ehrenamtlichen - Mitarbeitern im Dekanat genutzt wird, im Rahmen von geschlossenen Benutzergruppen, zu denen man nur mit Passwort Zugang hat.

In beiden Fällen geht es zunächst um die Verteilung von Informationen, dann aber in zunehmendem Maße um die Nutzung von aktiven Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Beteiligung (Umfragen, Anmeldungen u.a.), im Intranet kann man neben vielen anderen sinnvollen Anwendungen Diskussionsforen zu Projekten und aktuellen Problemen einrichten u.sw..

Der Schöpfer des Systems Typo3, der Däne Kasper Skårhøj , der es der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stellte, hat in seinem  Tutorial* u.a. folgende Widmung gechrieben:

„Meinem Erlöser, Jesus Christus – danke, dass Du diese wundervolle Welt erschaffen hast, mit all ihrem Potenzial, das uns Menschen erlaubt, ebenfalls wundervolle Dinge zu erschaffen. Danke, dass Du der Weg, die Wahrheit und das Leben bist.“

Lassen wir uns durch diese positive Sicht ermutigen, ebenfalls im Dienste der Menschen unsere Kreativität einzusetzen, um einen optimalen Internetauftritt zu schaffen. Sie sind herzlich aufgefordert, sich zu melden, um in irgendeiner Form die Weiterentwicklung unseres Dekanatssystems mitzugestalten.

*Im Internet (und im Buchandel) gibt es eine Fülle von Informationen zu Typo3. Ein so gewaltiges System, welches permanent weiterentwickelt wird, überfordert uns Anfänger. Daher werden uns - soweit wir als Redakteure tätig sind - die Möglichkeiten des System nur schrittweise zur Verfügung gestellt. Und dennoch ist es reizvoll, sich in dieses System einzuarbeiten und sich von seinen Möglichkeiten faszinieren zu lassen.