
IG-Metall unterstützt das Pumpenprojekt
IG-Metall unterstützt das Pumpenprojekt mit 30.000 Euro
Die bei Volkswagen tätigen Vertreuensleute der IGM haben sich seit 2004 für das Handpumpenprojekt eingesetzt. In den Beriebsrestaurants, auf den Straßen und bei vielen anderen Gelegenheiten hat man Spenden für die Not leidenden Menschen im Dürregebiet Nordostbrasiliens gesammelt. Ein großartiges Engagement!
Am 18.12.2007 wurde das Ergebnis von 30.000 Euro an Prälat Günther für die Aktion "Trotz Dürre leben" übergeben. Man weiß bei der IGM, dass die professionelle und gewissenhafte Arbeit bei
MISEREOR sicherstellt, dass dieses Geld sehr wirksam eingesetzt wird. 30 Dörfer mit etwa tausenden Menschen werden für immer von der Last des täglichen Wasserschleppens befreit.
Hinter diesem großen Betrag stecken tausende und abertausende Kontakte zu Menschen, die hierdurch für die internationale Solidarität gewonnen wurden, ein Thema, dass in der IGM Wolfsburg seit langem intensiv bearbeitet wird.
Die IGM veröffentlichte folgenden Bericht:
"Wasser ist Leben. Kein Wasser bedeutet Hunger, Krankheit und Armut. Deswegen haben Vertrauensleute der IG Metall Ende 2004 ihr Projekt „Null Hunger“ gestartet. Sie haben Gelder gesammelt, um damit Brunnen und Zisternen in brasilianischen Armenregionen bauen zu können. 30 000 Euro sind dabei zusammengekommen. Das Geld haben die IG Metaller der Aktion „Trotz Dürre leben“ des katholischen Hilfswerk Misereor übergeben.
Im Sertao, einer Dürreregion im Nordosten Brasiliens, leben 12 Millionen Menschen in großer Armut. Die meisten Menschen haben dort weniger als einen Euro pro Tag zum Leben. Das Projekt „Trotz Dürre leben“ von Misereor und seinem brasilianischen Partner IPRAA unterstützt die Kleinbauern vor Ort unter anderem durch die Einrichtung von Volkspumpen. Eine einzige Pumpe versorgt ein Dorf mit rund 50 Familien und 250 Menschen. Mit den gespendeten 30 000 Euro der IG Metall-Vertrauensleute können 30 Pumpen installiert werden: 7 500 Dorfbewohner bekommen dadurch die Chance auf ein besseres, ein menschenwürdiges Leben.
Die Pumpe lindert nicht nur die Armut, sie schafft die Vorraussetzung für gesundes Leben und Bildung. „Kinder können zur Schule gehen, statt viele Stunden täglich mit Wasserholen zuzubringen“, erläutert Prälat Heinrich Günther. Sauberes Wasser senkt die Kinder- und Müttersterblichkeit, vermeidet Krankheiten. Jahrelang haben die Menschen die schlammige Brühe aus den Wasserlöchern trinken müssen.
Die Pumpe ist die Grundlage für eine nachhaltige Bewirtschaffung der Natur und eine Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte. Sie ist die Basis für ein eigenständiges Leben in Würde. Das genau ist auch das Ziel von „Null Hunger“ gewesen. „Wir wollen mit unserem Projekt den Menschen in Brasilien helfen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“, sagt Frank Patta, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall."
Die IG-Metall hatte schon seit Jahren im Rahmen ihrer Initiative InterSoli (Internationale Solidarität) große Unterstützung für die Not leidenden Menschen in Brasilien gegeben. Eine eigenständige Aktion sollte das Programm "Null Hunger" (Fome Zero) des braslianischen Präsidenten Lula unterstützen. Die hiermit gesammelten Beträge werden nun durch das Dekanat an MISEREOR überwiesen.
zum Beispiel: Fastenaktion2006
Fastenaktion 2006
Vorträge der maßgebenden Persönlichkeiten
Zur Eröffnung der Fastenaktion 2006 am 1. März 2006 wurden zwei Vorträge gehalten:
der Schirmherr der Aktion "Trotz Dürre leben" Vortrag Prof. Dr. Carl H. Hahn, der wohl beste Überblick über Aufgabe, Stand und Ziele der Aktion "Trotz Dürre leben".
der Mitbegründer und Leiter der Partnerorganisation IRPAA, Harald Schistek:
Schwerpunkt ist das Pumpenprogramm mit wichtigen Einzelinformationen, die bis dahin noch nicht bekannt waren; darunter ist das große Engagement der Autovisao Brasil hervorzuheben.
Auch in diesem Jahr wurde ein Mailing an alle Katholiken des Dekanats verschickt; es enthält einen Spendenaufruf und einen instruktiven Flyer. Es konnten begeisterte Äußerungen jener Menschen zitiert werden, die bereits Wasser aus den installierten Pumpen beziehen:
Unsere jahrelange Sammeltätigkeit hat sich gelohnt: Inzwischen – so berichtete Harald Schistek – sind schon 120 Pumpen installiert, was bedeutet, dass in ebenso viel Dörfern rund 30.000 Menschen von den Folgen der Dürre befreit sind. Sie müssen nun nicht mehr stundenlang Wassertragen und können die so gewonnene Zeit ihrer Entwicklung widmen – durch Schulbesuch und Erschließung der natürlichen Reichtümer der Caatinga.
Die große Dankbarkeit dieser Menschen kam in den Ausführungen von Harald Schistek zum Ausdruck. Ihm wurde auch höchste Anerkennung ausgesprochen; denn er hatte erkannt, welche Möglichkeiten sich durch eine geeignete Handpumpe im Dürregebiet erschließen, er hatte die richtige Pumpe ausfindig gemacht, hatte sie jahrelang in Probeinstallationen testen und nun mit unserer finanziellen Hilfe in Brasilien produzieren und installieren lassen.
Hervorzuheben ist die entscheidende technische und strukturelle Unterstützung, die Volkswagen durch die Autovisão Brasil gegeben hat.
Harald Schistek ist es auch gelungen, die riesige Organisation ASA (Netzwerk Semi-Arid), in der etwa 600 Nicht-Regierungsorganisationen des brasilianischen Nordostens vereint sind, für das Pumpenprojekt zu gewinnen.
Bei aller Freude über diese Erfolge darf nicht vergessen werden, dass die allermeisten Dörfer noch auf eine Pumpe warten. Man könnte – im Bild bleibend – sagen, dass diese Pumpen im Verhältnis zu den benötigten 50.000 Pumpen ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Es ist daher wichtig, die Aktion fortzusetzen und auch die brasilianische Regierung für das Volkspumpenprojekt zu gewinnen.






