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29.7.2010

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Harald Schistek beim Vortrag
Harald Schistek beim Vortrag

Das Redaktionssystem Typo3 macht es möglich, dass unsere brasilianischen Freunde ihre Informationen aktuell und unmittelbar in die Hompepage einfügen.

Wir freuen uns auf die Beiträge aus Brasilien, die Harald Schistek verfassen wird, den wir aus seinen Vorträgen gut kennen.

Zukunft der Landwirtschaft

Auf Anregung unseres Schirmherrn prüfte IRPAA die aus China bekannt gewordenen Fortschritte in der Züchtung von Hirse. Harald Schistek antwortete mit einem äußerst interessanten Hinweis auf amerikanische Forschungen, die langfristig eine Revolution der Landwirtschaft bedeuten können.

  

Seine Mail (Auszug):

"Hirse ist ein langer Bekannter für uns hier bei Irpaa. Wir machte viele Versuche, gaben Samen an die Bauern weiter, sahen aber, dass die Leute sich nicht recht begeistern konnten. Wir bereiteten auch Gerichte bei unseren Kurse, z.B. ist Hirsebrei viel geschmackvoller als der von Mais oder Sorghum. In Brasilien wird geschätzter Weise auf 2 Millionen Hektar Sorgum angebaut, aber so viel ich weiß nur für Futterzwecke. Die staatliche Forschungsanstalt Embrapa widmet sich auch der Hirse im Zentrum für Mais und Sorghum in Sete Lagoas-MG.

Wir sahen, wenn die Bauern überhaupt eine Alternative zum "geliebten" Mais akkzeptieren, dann ziehen sie das Sorghum vor.
Im semi ariden Nordosten ist das Problem nicht der geringe Regenfall, sonder die extrem ungleichmäßige Verteilung. So ist das Überleben jeder Pflanze, so trockenresistent sie auch sei, vollkommen vom Regen in den ersten Wochen nach dem Keimen abhängig. Einjährige Pflanzen, wie die Hirse (ebenso Mais)  sind da eben schwer im Nachteil. Bei perennen oder mehrjährigen Pflanzen ist das anders: die besitzen schon ihren Wurzelstock und Stamm und bereits wenig Regen genügt (viel weniger als zum Treiben von Samen) damit die Pflanze nach der Trockenzeit wieder grün wird, blüht und Samen ansetzt. Sie kann auch Wasser speichern und über die nächsten trockenen Wochen hinwegkommen.
Interessant ist, dass wir diesen Ansatz seit Beginn von Irpaa verbreiten, weg von einjährigen und hin zu perennen Pflanzen, sei es bei Tierfutter oder auch für menschliche Ernährung. Und da habe ich voriges Jahr über eine Artikel im Spektrum der Wissenschaft eine Bestätigung erhalten. Du kannst den pdf. Artikel im Internet lesen:  http://www.landinstitute.org/pages/Glover-et-al-2007-Sci-Am.pdf

In den beigefügten Texten wird von hybrider Hirse gesprochen; da sind wir nicht so begeistert. Bei hybriden Samen werden die Bauern von den Saatguterzeugern abhängig gemacht, denn geerntete Körner von Hybridpflanzen eignen sich nicht zur Wiedersaat. Hier in Brasilien wird natürlich auch in dieser Richtung gearbeitet, aber die Embrapa ist immer bestrebt verbesserte Sorten zu züchten, die der Bauer dann immer wieder neu pflanzen können.

Für Irpaa selbst ist da Angebot eine Austausches mit chinesischen Wissenschaftlern kaum realisierbar. Wenn Du meinst, könnte ich aber die Informationen an Embrapa weiterleiten. Was meinst Du?"

 

Abstrakt aus landinstitute.com:

 

Prospects for developing perennial grains
T.S. Cox, J.D. Glover, D.L. Van Tassel, C.M. Cox, and L.R. DeHaan
Published August 2006
Abstract. Perennial plants, growing in mixtures, make up most of the world's natural terrestrial biomes. In contrast, monocultures of annual crops are sown on more than two-thirds of global cropland. Grain and oilseed crops are the foundation of the human diet, but to date there are no perennial species that produce adequate grain harvests. Yet perennial plant communities store more carbon, maintain better soil and water quality, and manage nutrients more conservatively than do annual plant communities, and they have greater biomass and resource management capacity. These advantages provide a base from which to begin hybridization and selection for increased resource allocation to developing seeds, a decades-long process that must overcome or circumvent genetic complications. Breeding programs aimed at developing perennial grain crops have been initiated in wheat, sorghum, sunflower, intermediate wheatgrass, and other species."

Aus IRPAA-Mails

13.10.08

"Hallo, am vergangenen 9. trafen sich hier im Irpaa Büro die Vertreter der Basis-Organisationen, die für die Installation der restlichen 159 Pumpen verantwortlich sind.

An dem Treffen nahm auch H. Barbosa, ASA, Recife teil, der im Rahmen des P1+2 Projektes auch für die Weiterführung des Pumpenprojektes verantwortlich ist.

Gemäß H. Barbosa ist die Weiterführung des Projektes garantiert. Das Ministerium für Soziale Entwicklung hat für 2009 500 Pupem zugesagt. Die Kosten für Schulungen, Installation etc wurden auch zugesagt.

Harald Schistek"

 

Große Anerkennung für die IRPAA

Harald Schistek schreibt am 24.07.2008:

 

Liebe Freunde,

habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Weil ich wie kaum zuvor in Arbeit stecke. Es viel Vorbereitung und jetzt seit 1. Juni läuft das Programm Sertao Produtivo (Der produktive Sertao). ich habe eine Zusammenfassung erstellt. Siehe weiter unten.

Viele Grüße, Euer Harald

__________________________________________________________

Es ist einfach Wahnsinn, was wir da gerade machen. Innerhalb weniger Tage hat sich die Zahl der Mitarbeiter auf fast 100, genau 92 erhöht! vorher waren es 22 Leute. Das ist deshalb, weil wir einen kleinen Teilbereich des "Sertao Produtivo" (Der produktive Sertao) übernommen haben. Dies ist ein Programm der Landesregierung von Bahia (Landwirtschaftsministerium und der darin speziell für die Kleinbauern gegründeten Superintendenz für Familienland-wirtschaft). Wir sollen in 12 Munizipien im Norden Bahias den Rural Extension Service übernehmen. Die Idee dabei ist, vorhandenes Know How, Kenntnis der Gegend, Leute, Situation von bereits lokal arbeitenden NGOs besser den Menschen verfügbar zu machen.

Es sind dies die Munizipien Sento Sé, Sobradinho, Juazeiro, Curacá, Uauá, Canudos, Abraré, Chorrochó, Macururé, Rodelas, Paulo Afonso und Gloria. Wir haben drei Koordinierungspole gegründet: Juazeiro, Uauá und Rodelas, wo ein Agraringenieur sitzt. Es dazu wurden 15 Agrartechniker und 52 Multiplikatoren (meist junge Bauern und Bäuerinnen) eingestellt. Und mich haben sie als Projektleiter eingesetzt. Habe lange Widerstand geleistet, denn ich hätte viele andere interessante Projekte im Kopf. Aber es half nichts. Es ist aber eine sehr interessante Arbeit.

Als Erstes werden wir die Familien besuchen, die angeblich vom Vorgänger-programm begleitet wurden und welche Maßnahmen dort durchgeführt wurden und eruieren, woran es mangelt und welche Verbesserungen möglich sind. Unser Augenmerk geht besondes in Richtung Landsicherung und hier speziell Gemeinschaftsweiden.

In den letzten zwei Wochen hatten wir in Macururé und Uauá öffentliche Eröffnungsfeiern. Vergangenen Freitag ging der letzte der drei Intensivkurse für Techniker und Multiplikatoren zu Ende. Jetzt bin ich dabei, den bei der Projekteinreichung schon erarbeiteten Arbeits-und Aktivitäternplan auf die kommenden Monate umzulegen. Wir haben etwas über € 400.000,00 erhalten, die wir in 7 Monaten verwenden müssen. Ein guter Teil geht dabei auf Gehälter (wir zahlen äquivalente zum Irpaa Niveau - beim Programm der vorigen Regierung erhielten die Leute weniger als die Hälfte- und engaierten sich z.T. auch deshalb wenig. Der Großteil des Geldes geht auf Schulungen, Kurse und technische Begleitung in den Dörfern selbst.

 

Der Wahnsinn ist, dass die Neuen praktisch unmittelbar mit der Arbeit beginnen müssen. Bisher war die Praxis von Irpaa, dass neue Mitarbeiter einen Eingewöhnungsprozeß durchgehen konnten, zumal die von uns vertretene Arbeitsweise und Sicht der Caatinga in keiner Schule gelehrt wurde. Dieser Prozeß dauerte mindest ein halbes Jahr, in dem die Neuen viel lesen mußten, Kurse des Teams begleiteten und langsam selbst Vorträge selbst übernahmen.

Was sich in den Jahren geändert hat, dass ein Großteil der Kandidaten, entweder selbst an Irpaa Schulungen über die Konviventia teilgenommen hat, Absolventen der Agrarschule sind, oder bei anderen NGOs arbeiteten, die mit Irpaa Kontakt haben. Außerdem merkten wir, wie sehr unsere Materialien, Arbeitshefte, Broschüren gelesen werden. Es waren rund 250 Kandidaten.

 

Aber dies ist genau die Situation, die wir uns schon vor Jahren vorgestellt haben, dass Regierungsstellen plötzlich kommen und uns bitten, das Konzept der Konviventia im Semi-ariden Bereich zu verbreiten. Wir haben jetzt einen kleinen Vorgeschmack. Begrenzt auf wenige Munizipien.

 

Juazeiro, 24/7/08

 

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Instituto Regional da Pequena Agropecuária Apropriada -IRPAA

Avenida das Nações, 04 Castelo Branco - Juazeiro/Bahia. Cep 48.900-000

Fone: 74 3611-6481 Fax: 74 3611-5385; irpaa@irpaa.org; www.irpaa.org

Ende der Agrarreform in Brasilien

Harald Schistek schrieb am 14.05.2008:

Leute, ich habe da ein Interview vom Guilherme Delgado zusammengefasst. Es zeigt die Zusammenhänge von Agrotreibstoff, Agrobusiness, Latifundien sowie die Abkehr von der Agrarreform in Brasilien.

Viele Grüße, Harald
Instituto Regional da Pequena Agropecuária Apropriada -IRPAA Avenida das Nações, 04 Castelo Branco - Juazeiro/Bahia. Cep 48.900-000 Fone: 74 3611-6481 Fax: 74 3611-5385; irpaa@irpaa.org; www.irpaa.org

 

Ende der Agrarreform in Brasilien

 

Der Wirtschaftswissenschaftler Guilherme Delgado, der 2003 an der Ausarbeitung des Nationalen Agrarreformprogrammes beteiligt war, äußerte sich in einem Interview für die Zeitung "Brasil de Fato", dass Präsident Luiz Inacio Lula da Silva sich jetzt voll dem Agrobusiness zugewandt habe. Diese Neuorientierung bewirkt, was den Landwirtschaftssektor betrifft, einerseits das Ende der Agrarreform und auf der anderen Seite die Wiedererweckung von Sektoren, die den Export von Rohstoffen priorisieren. Dabei war es die Standarte der PT Partei und aller Wahlkampagnen des Präsidenten Lula und auch seines Regierungsprogrammes, in Brasilien endlich die längst überfällige Agrarreform durchzuführen.

Die Folgen für ein nationales Entwicklungsprojekt, an dem die gesamte Bevölkerung beteiligt wäre, für die Umwelt und für die armen ländlichen Familien. sind katastrophal.

Als Präsident Luiz Inacio Lula da Silva vor sechs Jahre die Regierung antrat, setzte er das noch aus der vorherigen Regierung stammende Agrarreform-Restprogramm fort, weit mehr als Reaktion auf Landbesetzungen und zur Verfügung stehendem Land, als in einem gezielten Plan. 

 

Der Hintergrund für diesen Umschwung, weg von Kleinbauernlandwirtschaft zum Agrobusiness, ist die Notwendigkeit, die Handelsbilanz im Gleichgewicht zu halten. Das Agrobusiness wurde so als großer Lieferant von Dollars ausgewählt, um das Defizit aus Dienstleistung und Industriesektor auszugleichen. Die Option, die Produktion von Commodities zu erhöhen, wie Soja, Zellulose, Fleisch und Agrotreibstoffen, bestand schon seit der vorigen Regierung des Präsidenten Fernando Henrique Cardoso, erhielt aber in der Regierung des Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva neue und verstärkte Priorität. Brasilien wird dadurch voll abhängig von einer internationalen günstigen Handelskonstellation und spezialisiert sich gewissermaßen in der internationalen Arbeitsteilung. Eine gefährliche Spezialisierung. Derzeit besteht eine große Nachfrage nach Rohstoffen, besonders durch den Aufschwung von China und Indien. Die Preise sind hoch, es fließen viele Dollars. Doch diese Situation ist den internationalen Kapitalflüssen unterlegen und garantiert keine Stabilität. Kein Land kann sich so entwickeln, nämlich das Hauptgewicht auf den Export von Primärprodukten zu verlegen. Die Inhaber des Großkapitals konzentrieren in ihren Händen, den daraus resultierenden Reichtum, in einer soliden Allianz zwischen Großindustrie und Latifundienbesitzern.

Das Land für Landreformprojekte fällt dabei den Expansionsstreben der Großunernehmen zum Opfer, bestehenden Agrarreformprojekte fehlen finanzielle Mittel, technische Begleitung und Förderung der Vermarktung. In dieser Richtung wurden von der Regierung Gesetze verabschiedet, um den Unternehmern und Grossgrundbesitzern das Leben zu erleichtern. Das eine ist die MP 422, die beim Verkauf von öffentlichen Land der Agrarreformbehöde (INCRA), von bis zu 1.500 ha Größe, von einer öffentlichen Auschreibung dispensiert. Das andere ist die MP 410. Auf Grund dieses Gesetzes können Landarbeiter, ohne Arbeitsvertrag bis zu 10 Monate angestellt werden. Schützenhilfe erhält die Regierung durch die große Presse und richterliche Entscheidungen, die das Exportmodell von Primärprodukten verteidigen. Alles andere wird als veraltet und als Rückschritt dargestellt. Ein Rückschritt ist aber gerade diese Verbandelung von Großkapital und Latifundien. Was Brasilien benötigt, ist ein Wachstum von Industrie- und Dienstleistungssektor, eine nachhaltige Landwirtschaft und eine breite Beteiligung der armen Bevölkerung.

Präsident Luiz Inacio Lula da Silva benutzt immer die Schaffung von Arbeitsplätzen als Argument zu Gunsten der Plantagen-Landwirtschaft. Als klassisches Beispiel kann hier aber die Äthanolproduktion dienen. Seit 2001 wurde die mit Zuckerrohr bepflanzte Fläche auf 7 Millionen Hektar1 erweitert (die gesamt unter Bewirtschaftung stehende landwirtschaftliche Fläche beträgt 62 Millionen Hektar!), gemäß den vom statistischen Zentralamt IBGE erhobenen Zahlen. Im Umkreis der Zuckerrohr Plantagen existiert ein enormes demokratisches Niemandsland. Es sind zusammenhängende Flächen, wenig Arbeitsplätze und die Ausbeutung der Arbeiter ist extrem. Die Zahl der schweren Erkrankungen, gemäß Angaben der brasilianischen Krankenkasse INSS ging hoch von 4.000 Fällen im Jahr 2.000 auf 18.000 in 2006. Das ist ein Sprung von 400%, wie man ihn nicht einmal bei an den sonst als gefährlich geltenden Berufen findet. 2

Es stellt sich die Frage, ob Lula diese Richtungsänderung im Alleingang durchgedrückt hat. Guilherme Delgado sagt dazu, dass auch die sogenannten progressiven politischen Parteien das Exportmodell von Primärprodukten als wichtig verbreiten.

Dazu herrscht in technokratischen Kreisen die Meinung, dass es heutzutage eine überholte Sache sei, Agrarreform zu machen. Brasilien kann aber in keiner Weise Europa oder die Vereinigten Staaten als Modell hernehmem. Hier haben wir 100 Millionen Arbeiter, wo sollen diese Arbeitsplätze finden, wenn die Industriproduktion vernachlässigt und auf Großflächen immer mehr, mit weniger Arbeitsplätzen produziert wird? Und wie soll das Land mit Grundnahrungsmitteln versorgt werden, die zum Teil fast 100 %ig von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft produziert werden? Die Großunternehmen kümmern sich nicht um irgendeine soziale Funktion, um das Recht auf Land, weder um Umweltfragen oder Arbeitsbedingungen. In Brasilien, wie kaum in einem anderen Land der Erde ist die Agrarreform eine Sache der Gerechtigkeit gegenüber seiner Bevölkerung und eine Frage der nationalen Stabilität. Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass Brasilien prädestiniert ist, ein neues Projekt der Bevölkerungsverteilung zu etablieren, in dem der Zug zu Mega-Cities durch die Schaffung von gerechten Lebens-und Arbeitsbedingungen im ländlichen Bereich ersetzt wird. Es ist nötig, den Fortschritt des Agrobusiness zu stoppen und eine Land- und Agrarpolitk zu schaffen, die alle einbezieht und die immer größer werdende Ungleichheit in der Gesellschaft ausgleicht. Aber derzeit wird in Brasilien das Entwicklungsmodell aus den Zeiten der Militärregierungen wiederholt. Die Abhängigkeit Brasilien vom Ausland wird größer und das Agrobusiness wird langfristig nicht die Handelsbilanz im Gleichgewicht halten können, nicht die sozialen Fragen lösen, noch die Arbeitslosigkeit verringern. Es sind Entscheidungen, die nicht nur den Agrarsektor, sondern Brasilien als Ganzes betreffen.

 

18/4/2008

1 Dies sind 70.000 km². Nordrhein-Westfalen hat 34.080 km², Bayern 70.553 km² und Österreich 83.858 km²

2 Durch die fortschreitende Automatisierung der Landwirtschaft ist jedoch damit zu rechnen, dass in naher Zukunft selbst diese Arbeitsplätze verloren gehen: hochtechnisierte Zuckerrohrerntemaschinen sind bereits im Einsatz. Eine dieser Machinen verrichtet die Arbeit von 50 Zuckkerrohrerntearbeitern und kann noch dazu 24 Stunden im Einsatz sein.

 

Pumpenprojekt - Aktuell

Hallo,

ein kurzer Bericht zum neuesten Stand der BAP.

viele Grüße, Harald

 

Kurzbericht

Am 10 und 11. April fand in Recife, im Büro der ASA (Zusammenschluß der Nicht-Regierungs-Organisationen im Nordosten zu Gunsten eines Programmes für den Bau von einer Million Zisternen) eine Besprechung statt, um die Weiterführung des Pumpenprogrammes zu definieren.

 

P1+2 ist ein neuer Ansatz im ASA Programm. Während ASA nur den Zisternenbau zum Ziel hatte, ist bei P1+2 die landwirtschaftliche Produktion einbezogen. Das Kürzel soll bedeuten P(rogrammm) 1(Stück Land)+ 2(Wasservorräte).

Folgendes wurde beschlossen:

Das BAP Programm wird zukünftig in das P1+2 Programm integriert. Zur Weiterführung des Programmes stellt P1+2, noch in diesem Monat, einen Projektantrag an das Ministerium für ländliche Entwicklung für die Anschaffung und die Installation von 500 Pumpen. Es ist geplant die Arbeiten im Juni diesen Jahres (2008) zu beginnen.

 

Die 40 Pumpen, die von privaten Unternehmern oder Privatpersonen über VW/Autovision gespendet werden, sollen ebenfalls über die in P1+2 zusammengeschlossenen Organisationen in den Dörfern verteilt und

installiert werden. 

 

Die Übernahme der Pumpen durch die Organisationen des P1+2 Programmes ist die beste Lösung und wird die Verbreitung sehr begünstigen, weil die meisten dieser lokalen Organisationen schon bisher an der der Ausführung der Pilotfase beiteiligt waren. Bei den Bestellungen, Lieferverträgen etc. gibt es eine Änderung: diese werden ab jetzt (ab jetzt, oder ab Juni 2008) von den P1+2

Regionalstellen in den Bundesländern direkt mit der Herstellerfirma Menegotti abgewickelt. 

 

Mit Autovision wurde noch in Bezug auf die Pumpen von Privatspendern vereinbart, die Installationskosten neu zu berechnen, weil diese bisher zu gering angesetzt waren. 

 

Es wurde außerdem beschlossen die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern und zwar mit der Ausarbeitung von gedrucktem Material: darin sollen alle Aktivitäten des Pumpenprogrammes und ihr Bezug auf die Konviventia mit dem semi-ariden Klima dargestellt werden. Dieses Material soll von Autovision für seine Arbeit mit potentiellen Spendern verwendet werden. Die Ausarbeitung soll zusammen mit der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit von ASA erfolgen.

Neide Farias

15/4/08

Instituto Regional da Pequena Agropecuária Apropriada -IRPAA

Avenida das Nações, 04 Castelo Branco - Juazeiro/Bahia. Cep 48.900-000

Fone: 74 3611-6481 Fax: 74 3611-5385; irpaa@irpaa.org; www.irpaa.org