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MISEREOR Hungertuch 2009


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Wir sind dabei!
 Dekanat > Trotz Dürre leben > Volkspumpe
29.7.2010

Wer finanziert die Pumpen?

Maria Oberhofer schrieb am 08-02-2010:

 

Wir hoffen, dass es ein guter Beginn der Fastenzeit sein wird.

 

Zu den Pumpen: Es stimmt, die Finanzierung geht jetzt über ASA, die die Pumpen von der Regierung finanziert bekommt.   Irpaa kann aber weiterhin Spenden für Pumpen erhalten, die dann von uns bestellt und installiert werden.

 

Was  immer fehlt, sind ausreichende Mittel für die so wichtigen Vorbeitungskurse und Ausbildung der Familien, sowohl bei uns, als auch bei ASA. Wenn also in Wolfsburg weiter für die Pumpe geworben wird, ist das so richtig.

 

Auch die Zusammenarbeit Autovision und Pumpenhersteller geht weiter.

 

Nur zur Erinnerung, die Pumpe ist ein wichtiger Teilsaspekt, aber es muß immer das ganzheitliche Programm der Konviventia mit dem Klima gesehen werden. Und dabei ist die Grundlage für ein nachhaltiges Leben und Produzieren, dass die Familien, dem Trockenklima entsprechend, genügend Land zur Verfügung haben.

 

MISEREOR betont immer wieder, dass das Pumpenprogramm ohne den Einsatz unseres Dekanates nicht zustande gekommen wäre. Die von uns vermittelte technische und strukturelle Unterstützung durch Volkswagen und die Autovisao Brasil kommte jetzt allen privaten und staatlichen Trägern zugute.

208 Pumpen bewilligt!

Harald Schistek schreibt am 18.11.2009:

 

"habe soeben von H. Barbosa die Nachricht erhalten, dass das Ministerium für Soziale Entwicklung das Geld für den Kauf von 208 Pumpen bewilligt hat.

Viele Grüße, Euer Harald"

 

Wir freuen uns mit unseren Freunden in Brasilien über dieses wichtige Zeugnis der staatlichen Anerkennung.

Hunderte Handpumpen sind installiert

Versammlung an der neuen Handpumpe
Versammlung an der neuen Handpumpe

Die von MISEREOR geförderte Handpumpe wird in Brasilien Bomba d' Água Popular (BAP = Volkspumpe) genannt. Sie ist ein wesentlicher Beitrag zur Befreiung der Menchen von der extremen Wassernot.

 

Aus einem Bericht zur Inbetriebnahme einer Pumpe:

"Zum allgemeinen Erstaunen ergab der erste kleinere Test, dass die installierte Pumpe in der Lage ist, ca. 3.600 Liter Wasser pro Stunde zu fördern, was allerdings auch daran liegt, das der Wasserspiegel bereits in 10 bis 15 Meter Tiefe erreicht ist und das Gesamtvolumen des Brunnens bei 6.000 Liter pro Stunde liegt. Eine weitere wichtige Neuigkeit besteht darin, das die Qualität des Wassers (vor allem der Salzgehalt) offensichtlich sehr viel besser ist, als das Wasser, das man bisher nutzen musste. Auch wenn konkrete Ergebnisse über die Wasserqualität erst nach der Wasseranalyse, die von dem Consulting Unternehmen SE aus Recife durchgeführt wird, vorliegen, gehen wir jetzt schon davon aus, dass das Wasser sowohl für den menschlichen Gebrauch, als auch für die Tiere nutzbar ist und sicher auch für noch anzulegende kleinere Gärten zu gebrauchen sein wird.

Sicher werden sicher auch in Brasilien solche Anlässe gerne genutzt. um Sonntagsreden zu halten, aber hier hatte man nicht den Eindruck, dass der Enthusiasmus bald verflogen sein würde. Ging es doch in diesen Tagen nicht nur um die feierliche Einweihung der ersten Pumpe aus dem ASA-Pumpenprojekt, sondern auch um den intensiven Austausch und intensives Lernen auf allen Seiten. Die Kinder mussten für zwei Tage ihre Schule hergeben, um dieses Treffen überhaupt möglich zu machen und hocken nun mit großen Augen auf den noch nicht ausgepackten Pumpenteilen um ja keine Sekunde des außergewöhnlichen Ereignisses zu verpassen. "


Waren doch aus allen Orten dieser Region, an denen eine Pumpe installiert werden soll, zwei Zeladores; - zwei Brunnenmeister; angereist, um sich in einem zweitätigen Kurs auf ihre ehrenamtliche Aufgabe vorzubereiten und zu lernen wie die Pumpe auf- und abgebaut wird und was so alles für die Pflege dieser Pumpe notwendig ist. Immerhin wird es 20 Pumpen an dieser Region geben. Neben den zukünftigen Brunnenmeistern waren auch noch die Mitarbeiterinnen von der Gruppe CECOR aus Sobral anwesend, die Basis- und Begleitarbeit im Dorf Conceição leistet. Außerdem war ein Mitarbeiter der Firma Menegotti aus Santa Catarina angereist, die unsere Pumpen herstellen und drei MitarbeiterInnen aus Juazeiro, die die 1.000 km lange Distanz mit dem Auto zurückgelegt hatten.

Wie gut ist das Wasser?

Wasservergleich
Wasservergleich

Oft wird nach der Qualität des mit der Volkspumpe geförderten Wassers gefragt. Sehr anschaulich ist der Vergleich zweier Wasserproben, den Herr Wolfgang Bertram, Kolping, nach der Installation einer Pumpe gefilmt hat: Links das Wasser aus einem der bisher für die Wasserversorgung genutzten Tümpel und rechts das mit der Volkspumpe gefördete Wasser.

Die Zusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Standorten unterschiedlich. In den Felsspalten werden Salze gelöst. Man hat den Geschmack des Wasser mit Mineralwasser verglichen.

Salzgehalt muss kein Nachteil sein. Als ein Dorf auf seinem Gelände zwei Bohrlöcher mit unterschiedlichem Wasser nutzen konnte, haben die Kleinbauern sich für das salzhaltige Wasser entschieden - sie sparen damit das Viehsalz für die Tiere; Trinkwasser wird bevorzugt in Zisteren unmittelbar am Haus gespeichert.  

Präsentationen

Die ASA - eine große Nichtregierungsorganisation - engagiert sich für das Pumpenprojekt

ASA-Volkspumpe.pdf (784 KB)

Eine Präsentation zur Volkspumpe für Regierungsstellen

BombaPopular.pdf (470 KB)

Der Zisternenbau bleibt wichtig für die Wasserversorgung am Haus

Zisterne.pdf (753 KB)

 

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Logo für die Volkspumpe

PumpenLogo
PumpenLogo

Für das Volkspumpenprogramm wurde ein eigenes Logo entwickelt.