Lokale Fertigung der Handpumpen notwendig
- Prototyp der Pumpe
Prof. Dr. Carl H. Hahn, schreibt zur Fastenaktion 2004:
"Die Ergebnisse der beiden ersten Jahre waren ermutigend. Wir konnten vielen Menschen Wasser und damit Hoffnung, Hilfe zur Selbsthilfe bringen. 80% aller Krankheiten in Entwicklungsländern gehen auf unsauberes Wasser zurück. Betroffen sind Menschen, die weder einen Arzt kennen noch die Mittel für Arzneien haben. Um sie geht es. Nunmehr ist es vorrangiges Ziel, den Aufbai einer Produktion von Wasserhandpumpen in Brasilien zu unterstützen. Wir werden damit den Menschen nicht nur zu sauberem Wasser verhelfen, sondern schaffen auch Arbeitsplätze."
Die ersten Lieferungen

- Pumpenschwungräder

- LKW mit Pumpen beladen
Die Firma Mennegotti hat 84 Pumpen in den Nordosten geliefert. Die durchführenden Organisationen haben mitgeteilt, dass die Installation der ausstehenden 50 Pumpen bis zum Ende der 1. Februarwoche abgeschlossen sein wird.
Dann sind rund 4000 Familien mit etwa 20.000 Menschen dauernd gegen die Dürrekatastrophe geschützt und können ihre Existenz sichern. Ein großartiger, ermutigender Anfangserfolg.
Der praktische Teil einer solchen Ausbildung ist natürlich lebendiger, da kann man die Teile anfassen und in der Hand wiegen.
Da wurden die Teile zusammengeschraubt und noch einmal über die jeweilige Funktion diskutiert. Mit jeder Stunde der gemeinsamen Arbeit an der Pumpe stieg die Spannung, die Erwartung endlich das Wasser in den bereits vor zwei Wochen hergestellten Betonbottich fließen zu sehen.
Tatsächlich konnte dann am Abend mit den ersten Umdrehungen des Schwungrades das erste Wasser an die Oberfläche gepumpt werden. Da war die Freude natürlich groß und sogleich wurde die Pumpe ihrem ersten Leistungstest unterzogen um festzustellen wie viel Wasser maximal pro Sekunde gefördert werden kann. Nach erfolgreicher Arbeit wurde dann im Schatten eines Cajubaumes (der auch noch köstliche Früchte für die versammelte Gruppe lieferte) zur Auswertung der zweitägigen Arbeit genutzt.
In dieser verzwickten Lage kam die unerwartete Hilfe des Dekanates Wolfsburg. Zum Anlass der Eröffnung der Fastenaktion 2004, bekamen Vertreter von Misereor und des IRPAA die Gelegenheit zu Kontakten zur Mitarbeitervertretung, aber auch zu Mitgliedern der Leitung von VW. Das Pumpenprojekt fand so Interesse in Deutschland. VW erklärte sich bereit, dem Projekt zu helfen, etwa beim Kauf der Rohmaterialine und bei der Findung von Herstellungstätten. Es war nicht gedacht, dass VW selbst die Pumpen herstelle.




