Offene Kirchen - Brennende Kerzen
Gerne suchen die Menschen die Kirchen auch außerhalb der Gottesdienstzeiten aus, um dort still in ihren Anliegen zu beten.
Die St. Christophoruskirche ist an allen sieben Tagen in der Woche von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, bei Veranstaltungen auch länger.
Wegen der Gefahr des Vandalismus sind viele Kirchen außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen. Erwünscht wäre die Bereitschaft von Menschen, zu den Öffnungszeiten als Beter anwesend zu sein.
Viele zünden ein Opferlicht an, so z.B. in der Marienkapelle an der St. Christophoruskirche. WusstenSie, dass man auch im Internet gewissermaßen virtuell
eine Kerze anzünden und sich dem Gebet empfehlen kann?
Weihwasser - Erinnerung an die Taufe
In der Taufe sind wir mit Jesus Christus auf immer verbunden worden. Das Weihwasser ist eine Erinnerung an die Taufe. Wir segnen uns beim Betreten und beim Verlassen der Kirche mit Weihwasser.
Wir können Weihwasser auch nach Haus mitnehmen, um uns und andere damit zu segnen. Daher ist es sehr schön, dass in der St. Christophoruskirche der Weihwasserkessel neben dem Eingang zur Taufkapelle steht.
Das "private" Beten
Als getaufte Christen sind wir bei Beten immer in der Gemeinschaft der Kirche, also nie "ganz allein", sondern immer im Geiste des Vater Unser, das uns Jesus zu beten gelehrt hat. Alle Heiligen pflegten das Gebet im Stillen, sei es so, wie es uns aus dem Herzen kommt, sei es mit der Hilfe von Texten, die vielfach eine große Tradition haben.
Anregungen finden wir
- im Gotteslob - unserem Gesangbuch
zum aktuellen Gerauch liegt es auch in den Kirchen aus - im Stundenbuch - ein guter Brauch ist es, täglich Laudes und Vesper zu beten
- in Gebetsbüchern im Buchandel, so in der Christophorus-Bücherstube
Jesus - die Mitte des Rosenkranzes
Eine besonders wertvolle Gebetform ist der Rosenkranz. Er wird manchmal als rein marianisch angesehen, obwohl im Zentrum dieses Gebetes Jesus steht. Das ergibt sich schon aus dem Wortlaut des Ave Maria, der die biblischen Texte der Botschafts des Engels an Maria und der Lobpreisung Elisabeths mit dem Namen Jesu krönt, dessen Heilswirken dann betrachtet wird:
- im freudenreichen Rosenkranz die Geheimnisse der Menschwerdung
- Jesus, den du o Jungfrau vom Heiligen Geist empfangen hast
- Jesus, den du o Jungfrau zu Elisabeth getragen hast
- Jesus, den du o Jungfrau geboren hast
- Jesus, den du o Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast
- Jesus, den du o Jungfrau im Tempel wiedergefunden hast - im schmerzhaften Rosenkranz die Geheimnisse des Erlöserleidens
- Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat
- Jesus, der für uns gegeißelt worden ist
- Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist
- Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat
- Jesus, der für uns gekreuzigt wurde - im glorreichen Rosenkranz die Vollendung des Heils in Christus
- Jesus, der von den Toten auferstanden ist
- Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist
- Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat
- Jesus, der dich o Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat
- Jesus, der dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat
So ist der Rosenkranz das betrachtend gebetete Glaubensbekenntnis. Ohnehin wird er durch das Beten des apostolischen Glaubensbekenntnisses eingeleitet, ergänzt um die Bitte um die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe.
Bisweilen wird das (mündliche) Beten des Rosenkranzes zu Unrecht als "Geplapper" bezeichnet. Bei Beten muss man drei Ebenen unterscheiden:
- die gesprochenen Worte - hier sind es vor allem biblische Worte (Vater Unser) oder Worte mit biblischer Grundlage (Ehre sei dem Vater...) und die ebenfalls in der Bibel begründeten Glaubensgeheimnisse, also heilige Worte.
- die betrachteten Glaubensgeheimnisse (s.o.), bei den der Beter weilt, wobei die zehn Perlen eines Rosenkranzgesätzes ein sinnvolles Zeitmaß ergeben.
- die Intentionen, die der Beter mit seinem Beten verbindet - Fürbitten, Lob und Dank, Sühne
Es ist daher nicht überraschend, dass der Rosenkranz bei einfachen und gebildetzen Menschen so beliebt ist.







