Das KatJu
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Das KatJu ist DAS katholische Jugendhaus in Wolfsburg...
... und auch das Karl-Leisner-Haus

Das KatJu ist nicht nur das KatJu - es ist auch das Karl-Leisner-Haus. Es ist benannt nach einem jungen Mann, der 1944 zum Priester geweiht und 1996 von Papst Johannes Paul II im Berliner Olympiastadion selig gesprochen wurde.
Karl Leisner wird 1915 in Rees am Niederrhein geboren. Seine Kindheit war von seinen gläubigen Eltern geprägt und sein Religionslehrer Walter Vinnenberg machte ihn mit den Ideen der katholischen Jugendbewegung vertraut.
Nach dem Abitur begann Karl Leisner ab 1934 das Theologiestudium. Er baute verbotene Jugendgruppen auf und veranstaltete heimlich freie Lager. Als er während eines Einsatzes beim Reichsarbeitsdienst Messbesuche für sich und die anderen Arbeiter organisierte, durchsuchte die Gestapo seine Wohnung und seine Unterlagen.
Im März 1939 wurde Karl Leisner zum Diakon geweiht. Ein halbes Jahr später wurde er wegen seiner Kritik an Adolf Hitler verhaftet. Über das Konzentrationslager Sachsenhausen führte ihn sein Weg in das KZ Dachau, wo viele Geistliche im sogenannten "Pfarrerblock" inhaftiert waren. Dort wurde er am 17. Dezember 1944 vom ebenfalls in Dachau internierten französischen Bischof Gabriel Piquet von Clermont-Ferrand zum Priester geweiht. Die Primiz am 26. Dezember 1944 blieb die einzige heilige Messe, die Karl Leisner feierte, denn als das KZ am 29. April 1945 befreit wurde, war er so krank, dass er in ein Tuberkulose-Sanatorium bei München eingeliefert werden musste, wo er wenige Monate später an den Folgen seiner Krankheit verstarb.
Karl Leisners Grab befindet sich in der Krypta des Xantener Domes. Er wurde am 23. Juni 1996 selig gesprochen. Sein Gedenktag ist sein Todestag, der 12. August.
Weitere Infomationen zu Karl Leisner findest Du u. a. hier:

