Jugend > Taizé 2011
18.5.2012

Taizé kann man nicht beschreiben, man muss es erlebt haben.

Eine Gruppe von elf Jugendlichen und Kaplan Stefan Mispagel verbrachte die Karwoche und die Osterfeiertage im französischen Taizé. Auf dem Gelände der „Communauté de Taizé“, die 1949 von Frère Roger Schutz gegründet wurde, feierten wir zusammen mit rund 5.000 Gläubigen aus ganz Europa und sogar aus der ganzen Welt die Auferstehung Christi.

Das schönste war die Atmosphäre, die Gebete und Gottesdienste mit den vielen Menschen, in einer so großen Gemeinschaft. Besonders beeindruckend waren die Abendgottesdienste, in denen man die Stille genießen konnte. Man konnte solange sitzen bleiben wie man wollte, da die Kirche Tag und Nacht für Gebete und Gesang geöffnet war. Die ruhigen und eingängigen Lieder, die zahlreichen Wiederholungen und die Stimmung, die dabei aufkommt, war einfach überwältigend. Die Musik ist ein ganz wichtiger Teil für das Gemeinschaftsgefühl in Taizé.
Die regelmäßigen Mahlzeiten fielen sehr einfach aus. Dies störte uns aber nicht weiter, denn das Essen war qualitätsmäßig richtig gut. Gerade diese Einfachheit zeichnet die Bruderschaft aus. Das Leben in Taizé läuft ganz nach dem Prinzip „ora et labora“ ab: beten und arbeiten. Jeder bekam am Anfang unseres Aufenthaltes eine Aufgabe zugeteilt. Dies war z.B. das Putzen der Toiletten, Müllsammeln oder Geschirr spülen. Es bestand jedoch auch die Möglichkeit Mitglied des Chores zu werden. Gerade weil alles so durchgeplant war, lief alles stressfrei ab.
Und gerade die angesprochene Einfachheit, gefiel uns richtig gut. Der freundliche Umgang der Brüder untereinander hat auf die Gemeinschaft abgefärbt. Es wurden viele neue Kontakte mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen geknüpft. Trotz der vielen Sprachen war die Verständigung untereinander kein Problem und die Stimmung ausgesprochen gut. 
Die Ruhe und Abgeschiedenheit dieses Ortes waren ausschlaggebend dafür, dass diese Tage für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis wurden. Zusätzlich haben sie uns und unsere Einstellung zum Glauben sehr gestärkt.


Zacharias Vitt