Jugend > Weltjugendtag 2011 in Madrid > Das WJT-Reisetagebuch > Freitag, 19. August: Der WJT-Kreuzweg
18.5.2012

Auf dem Weg mit IHM!

Wieder einmal heißt es früh aufstehen, denn um 8.00 Uhr ist das Frühstück und um 9.00 Uhr die Abfahrt nach Madrid geplant. Da wir uns schon an die spanischen Verspätungen gewöhnt haben, fangen wir erst um 9.00 Uhr an, unsere Sachen zu nehmen und uns langsam zu den Bussen zu begeben.

Mit der pünktlichen Verspätung geht es nach Alcobenda, wo Bischof Wiesemann von Speyer eine deutsche Katechese für uns hält. Unter dem Thema "Als junge Christen Zeichen setzen" steigt der Bischof mit einem Vergleich ein und zwar, dass die Gemeinschaft der Kirche wie das globale Netzwerk Facebook ist, denn nach dem Pfingstfest können sich Menschen verschiedener Völker verstehen. Das zeigt, dass die Kirche keine "private" Angelegenheit ist, sondern man seinen Glauben teilen soll. Trotzdem bedeutet Glauben auch, dass man zweifeln darf, wie die Jünger an Jesus gezweifelt haben. "Jünger sind kein Heroes, sondern Menschen wie wir, mit Ängsten und Zweifeln", erklärte der Bischof. Die Katechese endet mit dem Ratschlag an junge Christen, das Internet zwar zu nutzen, um Zeichen zu setzen, aber sich darin nicht zu verlieren, sondern im richtigen Leben zu leben.

Nach der Katechese gehen wir im Einkaufszentrum essen. Auf dem Weg in die Innenstadt von Madrid muss unsere Kleingruppe einen unbeabsichtigten Zwischenstopp machen, denn die U-Bahnen sind viel zu voll, sodass Platzmangel herrschte. Letztlich fuhr ein Teil der Gruppe mit dem Taxi zu unserem Sammelplatz im Park Retiro, während der Rest der Gruppe sich auf die Suche nach Briefmarken macht.

Doch da um 19.30 Uhr der Kreuzweg mit dem Papst stattfinden soll, ist die Innenstadt überfüllt und das Postgebäude an der Plaza de Cibeles geschlossen, woran der Versuch scheitert, an Briefmarken zu kommen.

Völlig fertig gehen wir dann zu unserem Sammelplatz im Park, wo wir die anderen aus unserer Gruppe "Opossum" wieder treffen.

Beim Kreuzweg fährt Papst Benedikt eine Runde bis zu einer Art Altar, steigt dort aus und eröffnet nach dem Chorgesang den Kreuzweg. Das große Kreuz wird von einer zur nächsten der 15 Stationen immer von verschiedenen Jugendlichen getragen.

An jeder Station wird ein liturgischer Text verlesen und beim Tragen wird immer gesungen.

 

Lisa