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18.5.2012

Wieder zuhause! Und jetzt?

Wir nähern uns dem Ende einer wunderschönen Erfahrung in Spanien. Wir sitzen gemeinsam vor unserem Gate und ich denke, wie schade es ist, dass der Weltjugendtag 2011 schon vorbei ist. Ich denke über die zwei Wochen nach, die wir hier verbracht haben. Es gab sehr schöne und auch sehr anstrengende Momente.
Trotz der Herausforderung würde ich jedem diese Erfahrung des Weltjugendtages empfehlen. Es ist aber sehr wichtig, offen für Neues zu sein. Man kommt in ein neues Land, mit unterschiedlichen Leuten und unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten. Manchmal stößt man an die eigenen Grenzen, weil man vieles gar nicht so kennt. Trotzdessen sollte man sich eines bewusst machen: Wir Christen kommen im Namen Jesu Christi zusammen und teilen und feiern unseren Glauben. Man fühlt sich als Jugendlicher nicht mehr allein und schöpft neue Kraft, um den Alltag in der Heimatstadt zu bewältigen.
Jesus sagte: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Wir waren nicht nur zwei oder drei, sondern ca. 2,7 Millionen junge Christen. Was sagt uns das?
Jesus war mitten unter uns! ER lebt in jedem von uns heute weiter.
Es gibt so vieles, was man an so einem Weltjugendtag mitnimmt. Ich persönlich nehme die warmherzige Gastfreundschaft meiner Gastfamilie in Alqueria (Murcia) mit. Sie haben sich sehr rührend um uns gekümmert. Es hat uns an nichts gefehlt. Ganz im Gegenteil: Sie haben uns behandelt wie ein Familienmitglied. Sie haben sich für uns "zehngeteilt". Sie haben Essen und Trinken vorbereitet, ihre gemütlichen Betten zur Verfügung gestellt, unsere Anziehsachen gewaschen und gebügelt, ihre Freizeit mit uns verbracht, uns überall hingefahren, den spirituellen Teil organisiert etc. Aber neben diesen Dingen haben sie uns mehr geschenkt: ihre Wärme und ihre Liebe. Ihr ganzes Verhalten uns gegenüber war ein wunderschönes Zeugnis für den Glauben.
So oft habe ich mich während der Tage der Begegnung gefragt, ob wir genauso handeln würden. Würden wir auch so den Nächsten lieben wie uns selbst, obwohl wir ihn nicht kennen?
Der Abschied von unseren Gastfamilien und den Equadorianern in Alqueria und später von den Organisatoren in Valdemanco ist mir schon schwer gefallen. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Kontakt bleiben wird. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich sogar wieder.
Wir sitzen mittlerweile im Flieger Richtung Zürich. Wir nähern und immer mehr dem eigentlichen Ziel Deutschland. Ich genieße noch die letzten Stunden in der Gruppe und mit einer neuen Freundin.
Im Grunde genommen ist der Weltjugendtag nicht zu Ende, nur der in Madrid. Die Weltjugendtage enden nicht, solange es uns Christen gibt, die hinter dem Glauben stehen und ihn bekennen und danach leben.
Also, liebe Jugendliche, öffnet eure Herzen, traut euch, neue Dinge zuzulassen und Jesus wird jedem von uns ein neues Herz schenken, eines, das nicht verhärtet ist, sondern uns in seinem Namen handeln lässt.
Firmes en la fe - im Glauben verwurzelt (Motto des Weltjugendtages 2011 in Madrid)
Unidos en la fe - im Glauben verbunden

 

Sonia