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21.5.2012
09. Dezember 2011

Hoher Besuch in Wolfsburg

im Rahmen der Aktion ADVENIAT

Der für seinen Kampf für die Umwelt und Gerechtigkeit weltweit bekannte Bischof Luiz Flavio Cappio der Diözese Barra im Nordosten Brasiliens war im Rahmen der Aktion ADVENIAT nach Wolfsburg gekommen. Das Dekanat unterstützt mit dem Hilfsprojekt "Trotz Dürre Leben" seit Jahren den Kampf des Bischofs gegen die Ableitung des Sao Francisco und gegen die Vertreibung von Kleinbauern durch Grußgrundbesitzer. Höhepunkt des Besuchs war eine Diskussion im Föhrenkrug zum Thema "Grenzenloses Wachstum - Fluch oder Segen", die Bischof Cappio mit dem 1. Bevollmächtrigten der IG Metall Wolfsburg, Frank Patta, führte. Prälat Günther moderierte die Diskussion, in der das Spannungsverhältnis zwischen der Überbeanspruchung der Erde einerseits und den wachsenden Bedürfnissen der Menschheit andererseits deutlich angesprochen wurde. Der Standpunkt des Bischofs kommt in dem folgenden Zitat zum Ausdruck. 
"Die Situation ist ernst und verlangt von uns Reflektion mit großer Ernsthaftigkeit und Verantwortlichkeit. Sie erfordert Bewusstsein, damit wir gegen die Zerstörung von unseren Flüssen, unseren Wäldern, unseren Menschen und gegen die Arroganz und die Gier derer kämpfen mögen, die alles zu wirtschaftlichen Zwecken in Waren und in eine Währung des Austausches umwandeln mögen."

Diese Zusämmenhänge werden auch von den Gewerkschaften gesehen, wie Herr Patta deutlich machte:
 "Ein Wachstums-und Wohlstandsmodell, das auf einem scheinbar unbegrenzten Energie- und Materialverbrauch beruht, hat keine Zukunft. Als IG Metall fordern wir einen Green New Deal. Nachhaltigkeit gibt es allerdings nur im Doppelpack: ökölogisch und sozial. Gute Produkte gibt es nur, wenn es in grünen Märkten auch gute Arbeit gibt."