Brasilienhilfe Caetite
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Wasser für Bahia
Liebe Freunde von Pater Klener.
Nun kann ich Sie auch im Internet stets aktuell über die Entwicklung der Projekte von Pater Klener informieren.
Meine E-Mail-Adresse:
hanne.h(at)arcor.de
Kath. Kirchengemeinde
St. Christophorus
Kirchort St. Bernward
38448 Wolfsburg, Oktober 2011
Liebe Freunde von Pater Klener.
Wie sehr hatte ich gehofft, dass sich der Klimawandel nach der anfänglich kräftiger eingesetzten Regenzeit auch auf das Dürregebiet in Bahia auswirken und noch mehr Regen fallen würde, doch das Gegenteil ist eingetroffen. Die Trockenheit ist augenblicklich so schlimm wie kaum zuvor. In den letzten Monaten hat es nicht mehr geregnet, die Regenwasser-Zisternen sind leer, der Fluss in Malhada de Pedras, der sonst den Ort mit Wasser versorgt, ist ausgetrocknet und die Städtische Verwaltung muss von weither Wasser in Tankwagen anfahren lassen, was teuer und obendrein von keiner guten Qualität ist. Die Missionsschwestern sind verzweifelt und wissen manchmal nicht, wie sie helfen sollen.
Vor kurzem schickte mir Missionsschwester Vilma aus Maetinga Fotos und berichtete:
„Zurzeit leben wir in einer sehr großen Dürreperiode und die Situation bezüglich auf den Regen wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Das treibt die jungen Leute in die Großstädte, dort versuchen sie Arbeit oder eine Lehrstelle zu bekommen. Sie gehen nach São Paulo oder andere Städte, die mehr zu bieten haben. Ob dort die Chancen größer sind, bleibt dahingestellt.“
Ferner informierte sie mich, dass das von uns zur Verfügung gestellte Geld zur Reparatur des Autos – bedingt durch die Notlage - erst einmal zum Kauf von Wasser für bedürftige Familien und für Ausbesserungsarbeiten an Regenwasser-Zisternen verwendet wurde. Außerdem wurde mehr Geld für die Kinderspeisung ausgegeben. Zudem brauchte sie für den Raum der Essenausgabe für die Kinder etwas Mobiliar – Sie sehen es auf dem obigen Foto. Auch das Geld für die Betreuung und Unterrichtung der Erzieher und Hilfskräfte im Projekt ERA ist knapp geworden.
So hofft sie sehr auf weitere Unterstützung durch uns. Das Dach der Naturheilmittel-Apotheke ist undicht geworden und müsste dringend ausgebessert werden. Einige Maurerarbeiten stehen noch an, dazu benötigt sie Geld für Materialien sowie für den Entgelt der Arbeiter. Eine arme Familie hat dringend um Hilfe gebeten für eine Dachreparatur. Auch eine Schutzwand am Kindergarten müsste noch dringend umgebaut werden. Und die Anschaffung einiger Ventilatoren für die Unterrichtsräume wäre sehr wünschenswert. Sehr wichtig ist jedoch nach wie vor der Bau weiterer Zisternen, denn sie alle hoffen auf baldigen Regen, der dann aufgefangen und gespeichert werden könnte.
Am Herzen liegt ihr immer das Kinderprojekt ERA. Sie schreibt dazu: „ Unsere Arbeit mit den Kindern differenziert sich sehr von der der schulisch durchgeführten, denn bei uns erfahren sie Achtung, Zärtlichkeit und Liebe und viel von Jesus Christus, und das ist so wichtig für ihre Zukunft. Doch das alles wird nur möglich, durch die hilfreiche Unterstützung der Spender und Wohltäter in Deutschland. Gott möge sie segnen. Wir beten in großer Dankbarkeit für sie.“
Auch aus Malhada de Pedras kamen erschütternde Nachrichten. Missionsschwester Marineide schrieb mir: „Dieses Jahr ist ein sehr trocknes mit sehr wenig Regen, das nimmt den Menschen die Nahrung, da auch das Umland ausgedörrt ist. Der Fluss, der sonst unseren Ort mit Wasser versorgt, ist ausgetrocknet. Die Kommunale Gemeindeverwaltung wurde beauftragt, eine Wasserleitung von weiter her legen zu lassen, doch das verzögert sich immer mehr. So ist die Bevölkerung immer öfter ohne Wasser. Sehr arme Familien des Ortes bitten mich daher um Hilfe zur Bereitstellung von Wasserbehältern, damit sie darin Wasser von der Gemeinde in ihre Häuser befördern können, denn ab und zu kommt ein Wasser-Tankwagen. Es handelt sich um Behälter für 250, 500 oder 1000 Liter, je nach Größe der Familien, und das Wasser vom Tankwagen kostet für eine Familie R$ 170,--, das ist sehr teuer.
Der Hunger ist größer geworden, deshalb unterstützen wir einige Familien mit Nahrungsmitteln. Alle anderen Ausgaben müssen zurückgestellt werden. Wir sind so dankbar, dass uns das Geld der Spender und Wohltäter zur Verfügung steht, sonst wäre alles sehr trostlos. Wir danken Gott täglich für diese Hilfe und bitten ihn, es diesen Menschen, die uns so zur Seite stehen, das auf seine Weise gut zu machen.
Gott sei Dank, haben wir zurzeit auch einen Priester, der uns hilft. Bis zum Ende des Jahres versorgt er zwei Pfarreien und betreut nicht nur die Stadt- und Landbevölkerung pastoral, sondern auch uns Missionsschwestern und trägt mit uns diese missliche Situation. Hoffentlich beginnt es bald zu regnen!“
Vor 18 Jahren, am 27. November 1993, verstarb Pater Klener und in St. Bernward wird in jedem Jahr zu dieser Zeit in einer Hl. Messe seiner gedacht und für ihn gebetet. Es ist so wunderbar, dass Sie noch immer die damals von ihm so fürsorglich betreuten Menschen im Dürregebiet von Bahia finanziell unterstützen.
Am 5. und 6. November 2011 wird wieder unser Gemeinde-Basar stattfinden und am 20. November 2011 das dazu gehörende Gemeinde-Kaffeetrinken mit Tombola. Von beiden Veran-
staltungen kommt die Hälfte des Reinerlöses den armen Menschen in Bahia zugute, und wir werden danach so schnell wie möglich das Geld dorthin überweisen, damit es vor allem den Kinderprojekten zugeführt werden kann, die Wasserprobleme ein wenig mildern und einigen sehr armen Familien eine Weihnachtsfreude in Form von Lebensmitteln ermöglichen wird.
Ein herzliches „Vergelt`s Gott“ sei Ihnen von unserer Seite her schon heute gesagt, und wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine gute und besinnliche Vorbereitungszeit im Advent auf die Gnaden des Weihnachtsfestes, auf die Geburt Christi.
In herzlicher Verbundenheit grüßt Sie
Hannelore Heinrich
SPENDENKONTO: Brasilienhilfe Caetité – Deutsche Bank Wolfsburg – Konto 3377017 – BLZ 269 710 24
(Falls Sie eine Spendenquittung für das Finanzamt benötigen, schreiben Sie bitte auf das Überweisungsformular: SPENDENQUITTUNG – sie wird Ihnen dann zugeschickt).

- Kinder in Maetinga

- Missionsschwestern aus Maetinga

