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22.5.2012

Hintergrundinformationen

Das Projekt "Trotz Dürre leben" betreibt Fundraising für MISEREOR (MISEREOR-Projekt 233-952/441) zugunsten der IRPAA (Regionales Institut für angepasste Kleinbauernlandwirtschaft und Tierhaltung in Juazeiro, Bahia, Brasilien). Die Spender leisten damit einen Beitrag zur wesentlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse für eine sehr große Zahl von Menschen im Nordosten Brasiliens. Die Bekämpfung des Hungers ist eines der  Milleniumziele der Vereinten Nationen.


Eine wirksame Hilfe kann nur mit vertrausenswürdigen Partnern gelingen. MISEREOR - das größte nicht-staatliche Entwicklungshilfswerk der Welt - rechtfertigt dieses Vertrauen. Unter der Überschrift "Hunger und was dahinter steckt"nennt MISEREOR vor allem folgende Ursachen, mit denen sich auch die IRPAA auseinandersetzt:

  • Fehlender Landzugang für Landlose und Kleinbauern
  • Die Lage der armen Kleinbauern im Nordosten Brasiliens ist durch eine historisch bedingte ungerechte Landverteilung erschwert.
  • Viele tausend "Landlose" leben unter erbärmlichen Verhältnissen.
  • Vertreibung und Rechtsunsicherheit
    70.000 Menschen wurden beim Bau des Sobradinho-Staudamms in die Dürregebiete vertrieben. Leider werden diese Verhältnisse auch durch Attentate verteidigt, gegen die eine erfolgreiche Protestaktion veranstaltet wurde.
  • Umweltkatastrophen
    Die Ausgangssituation ist durch die klimatisch bedingte Dürre im brasilianischen Nordosten gegeben. In den Jahren 2005 - 2011 droht eine extrem harte Dürre.
  • Fehlende Nachhaltigkeit in der landwirtschaftlichen Produktion
    Nach dem Grundsatz "Mit der Dürre leben" (Konviventia) lehrt die IRPAA die Kleinbauern landwirtschaftliche Methoden, die nachhaltige Erträge auch im Dürregebiet sichern.


Das Projekt "Trotz Dürre leben" steht in enger Beziehung zum Kampf gegen den Hunger in der Welt. Speziell in Brasilien besteht unter Präsident Lula da Silva das Null-Hunger-Programm.

Mit dem Bau von Zisternen und der Installation von Handpumpen wird das Problem der Wasserversorgung angegangen.

Die Caatinga  als prägendes Ökosystem des brasilianischen Nordostens wird durch die Tätigkeit der IRPAA in ökologisch verantwortlicher, nachhaltiger Form bewirtschaftet. Sie kann unter diesen Bedingungen sogar höhere Erträge auf Dauer bringen, als kurzsichtige Bewässerungsprojekte, die zur Versalzung des Bodens und damit zur Wüstenbildung beitragen.

Null Hunger
Null Hunger