Konviventia
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Was will die Gruppe Konviventia?
Am 06.04.2011 stellte sich die Gruppe Konviventia dem Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Christophorus in Wolfsburg vor (Präsentation Gruppe Konviventia).
Konviventia...
...so nennt sich die Gruppe, die bisher „Schöpfung bewahren“ hieß.
Das Wort stammt von der portugiesischen Bezeichnung für das von unseren brasilianischen Freunden entwickelte System einer an das Dürreklima angepassten Lebens- und Wirtschaftsweise: „Convivência com o semi-arido“ – was frei übersetzt heißt: „Leben im Einklang mit dem halbtrockenen Klima“.
Der Flyer zu "Trotz Dürre leben" sagt: „Leben im Einklang mit der Natur“ Dieser Grundsatz gilt nicht nur für Brasilien – er gilt weltweit. Als Christen sehen wir in der Natur die Schöpfung Gottes, die uns anvertraut ist.
Was kann eine kleine Gruppe denn tun?
Einige Beispiele unserer bisherige Arbeit:
MISEREOR Aktion "Trotz Dürre leben":
- Eröffnung der Fastenzeit am Aschermittwoch;
- Fundraising – auch mit dem Ratsgymnasium - und Öffentlichkeitsarbeit
- Vorbereitung und Begleitung des Dekanats-Männertags „Schöpfung bewahren“
Kooperation mit dem
NABU:
- Erschaffung eines Ersatzlaichgewässers für Amphibien
- Lebensraum Kirchturm
Mitarbeit in der kommunalen
Agenda 21:
- StandUp 2010
- Mitwirkung bei der Aktion „Wolfsburg wird Fair Trade Town“
- Angebote in den Gemeinden
Unterstützung der Jugendarbeit:
- Jugendfastenaktion 2011
- Gestaltung einer Obstwiese in Zusammenarbeit mit der CAJ und dem NABU
Konviventia – was haben wir weiter vor?
- Begleitung der Klimaschutzinitiative des Bistums Hildesheim (Einbeziehung der Gemeindemitglieder u.a.)
- Aktionen für "Trotz Dürre leben" – Fastenessen u.s.w.
- Beiträge der Kirchengemeinden zur Biologischen Vielfalt (s. Nationale Strategie): Vogelschutz, Streuobstwiese, einheimische Sträucher in Kooperation mit NABU
- Mitwirkung bei 10 Jahre Wolfsburger Agenda 21
- Gestaltung des Tag der Schöpfung
- uvm.
Prälat Günther hat im Anschluss an den Dekanats-Männertag (Thema "Schöpfung bewahren") noch weitere Ziele formuliert:
Für die nächste Zeit geht es m.E. konkret um diese Ziele:
1. Erfolgreiche Durchführung der 10. MISEREOR-Aktion des Dekanats „Trotz Dürre leben“ 2011:
Zielgruppe 3 (alle Bürger): Einbindung durch öffentliche Information und Aktionen,
Zielgruppe 2 (alle Katholiken): Mobilisierung durch Mailing,
Zielgruppe 1 (Sonntags-Mess-Besucher): Motivation geschieht in den Gottesdienst-Gemeinden vor allem durch Geistliche und MISEREOR-Materialien.
Zielgruppe 0 (Geistliche und katholische Multiplikatoren in den Gemeinden): durch Information und Entlastung von anderen Aufgaben.
2. Bewusstmachen unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung und für weltweite Gerechtigkeit. Geistliche Implantierung: Verankerung im biblischen Schöpfungs-Glauben. Den Tag der Schöpfung feiern (ökumenisch). Regelmäßige Fürbitte in der hl. Eucharistie und anderen liturgischen Feiern. Fröhliche Lob-und Danklieder auf den Schöpfer. Info-Stände auf Gemeinde-Festen … Plakate und Ausstellungen. Einladen von Umwelt-Gruppen. Freude an der Schöpfung Gottes und an Gottes Geschöpfen verbreiten. Sehr hilfreich sind hier die Verlautbarungen der Päpste und der Bischöfe großartige Texte!
3. Bildung von Aktionsgruppen und Arbeitskreisen in den Pfarrgemeinden, in den katholischen Verbänden (Kolping, VKM, Schönstatt, Jugend ..) und auch in neuen Gruppen.
4. Konkrete Schritte, in den Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen, um etwas für „die Armen“ zu tun, um die Energieziele des Bistums zu erreichen und im Zusammenwirken mit den Kirchenvorständen, Pfarrgemeinderäten, kirchlichen Einrichtungen (Kita, Schule, Jugendheim, Altenheim …) durch die Thematisierung von Klimawandel Beschäftigung mit dem Energie-Leitfaden, durch Kostendebatten u.a. im Kirchenvorstand, durch Einsetzen von Energie-Beauftragte, durch Unterstützen der Aktion “Trotz Dürre leben” …
5. Weiterer Ausbau von „Fair Trade“- und „Eine-Welt“-Verkaufsstellen in unseren Pfarreien, Kirchorten und kirchlichen Einrichtungen (auch ökumenisch oder mit anderen Menschen „guten Willens“).
6. Geistlichen Implantierung: Verankerung im biblischen Schöpfungs-Glauben und in unseren liturgischen Feiern. Sehr hilfreich hier die Verlautbarungen der Päpste und der Bischöfe."
Konviventia - Hoffung für die Welt
Bewahrung der Schöpfung - das ist Konviventia
Seit 2002 unterstützt unser Dekanat mit dem MISEREOR-Partnerschaftsprojekt "Trotz Dürre leben" Kleinbauern im Dürregebiet des brasilianischen Nordostens. Mehr als € 600.000 konnten an MISEREOR für dieses Projekt überwiesen werden. Viele wissen von den Handpumpen, die in großer Zahl installiert wurden und ganze Dörfer von der Wassernot befreiten. Noch wichtiger als die Pumpen ist die Konviventia. Was bedeutet das? Das Wort stammt von der portugiesichen Bezeichnung für das von unseren Partnern entwickelte System einer an das Dürreklima angepassten Lebens- und Wirtschaftsweise:: „Convivência com o semi-arido“ – frei übersetzt: Leben im Einklang mit dem halbtrockenen Klima. Seit 1990 arbeitet unsere Partnerorganisation IRPAA nach diesen Grundsätzen, die zusammen mit einheimischen Kleinbauern von Entwicklungshelfern aus Österreich und Deutschland erarbeitet wurden. Sie wenden bereits jene zukunftsweisenden Gedanken an, die später von den Vereinten Nationen für die ganze Menschheit vorgegeben wurden:
die Agenda 21, mit der 1992 die Ausrichtung der weltweiten politischen Arbeit auf die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts festgelegt wurden. Neben sozialen Forderungen geht es um den Schutz der Umwelt.
die Millenniumsziele der UN, die 2000 beschlossen wurden und bis 2015 viele Missstände – etwa den weltweiten Hunger - mildern oder beseitigen sollen.
den Weltagrarbericht aus 2008 von über 400 Fachleuten, der statt Agrarindustrie nachhaltige kleinbäuerliche Landwirtschaft fordert.
Im Nordosten Brasiliens gibt ein Gebiet von etwa 900.000 km² Größe, in dem es acht Monate lang nicht regnet. Es hat sich eine Dornensteppe entwickelt. Das Gebiet gilt als lebensfeindlich, viele Menschen sind in die Städte abgewandert, weil sie im Dürregebiet keine Zukunft sahen. In den Elendsvierteln der Städte gibt es aber auch kein menschenwürdiges Leben.
Anstoß zur Entwicklung der Konviventia gab eine tragische Situation. In den 70er Jahren baute die brasilianische Regierung einen Staudamm am drittgrößten Fluss des Landes, dem São Fançisco, wodurch ein 400km langer See entstand. Die an den Ufern lebenden Bauern wurden in die Dornensteppe vertrieben. Da entschloss sich Bischof Rodriguez, den Menschen zu helfen. Er gründete mit einigen Entwicklungshelfern das IRPAA = Institut für angepasste Landwirtschaft. Dieses entwickelte Methoden, mit denen man trotz der widrigen klimatischen klimatischen Bedingungen im Dürregebiet als Kleinbauer existieren konnte. Dazu gehört die Haltung genügsamer Ziegen statt Rinder, der Anbau von trockenresistenter Hirse statt Mais, Felder mit Kakteen als Viehfutter, Bau unterirdischer Staudämme, Zisternen am Haus, „unsere“ Handpumpen und viele andere mehr.
Es wurden aber nicht nur die Methoden entwickelt, mit denen die Kleinbauern im Dürregebiet existieren können, sie wurden vor allem intensiv geschult. Das System hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass man Fachleute der IRPAA inzwischen nach Afrika (Mosambik) entsandt hat, um die Methoden auch dort zu schulen.
Was hat das mit der Hoffnung für die Welt zu tun? Wir leben doch nicht in einem Dürregebiet! Die Welt - und auch Deutschland – ist nur zukunftsfähig, wenn wir die Grundsätze der Nachhaltigkeit konsequent umsetzen: Natur- und Artenschutz, Energieeinsparung gegen den Klimawandel – kurzum: Leben mit und nicht gegen die Natur – Bewahrung der Schöpfung, zu der auch alle Menschen gehören.
Diese Zusammenhänge haben eine Gruppe, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzt, bewogen, sich "Konviventia" zu nennen.
Kontakt:
konviventia(at)kirchewolfsburg.info
Das MISEREOR-Hungertuch
Das MISEREOR-Hungertuch 2011 stellt in faszinierender Dichte die heutige Welt dar: Ein reicher Norden, dem ein extrem armer Süden gegenübersteht – Menschen im Slum. Einige versuchen, über das Meer in den reichen Norden zu kommen – wir wissen, dass Europa sich zur Festung abschottet. Vielleicht berät in einem der Hochhäuser gerade eine Konferenz über die „Endlösung“ der Flüchtlingsfrage. Dabei darf es doch nicht darum gehen, Flüchtlinge zu bekämpfen, sondern Fluchtursachen.
Das Bild deutet diese unsere Welt aus der Sicht des Glaubens: Von Gott, der die Liebe ist (1. Joh) – die Taube ist das Symbol des Heiligen Geistes – strahlt ein Licht in diese Welt:
Gottes Geist strahlt in die Not der Armen. Hochhäuser und Öltanks symbolisieren die Welt der Reichen, die durch Energieverschwendung, durch Finanzspekulationen und Ausbeutung für die Not der Menschen im Süden verantwortlich sind. Dabei sind wir doch berufen, ihnen zu helfen – Was ihr dem Geringsten tut. Gott will ihnen durch uns helfen, wir sind Reben am Weinstock Jesus Christus: .
Joh, 15:1ff "Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen."
Dieses Wort Jesu enthält den gleichen Ernst wie die Botschaft vom Jüngsten Gericht, auf die sich das Hungertuch bezieht: (Mt 25,31ff):
„Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben“.
Frohbotschaft oder Drohbotschaft? Es ist wahrhaft eine Frohbotschaft – für die Armen, denen geholfen wird wie auch für uns, die wir ihnen helfen. „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8), er nimmt uns mit hinein in den Strom seiner Liebe, die in einer gewaltigen Vertikalen zu den Armen strömt: „die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14).
Ja, es ist auch eine ernste Botschaft, Paulus sagt in Phil 2,12: „müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil! Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt, noch über euren guten Willen hinaus.“ Hier wird die Größe unserer Berufung deutlich, dass wir am Werk Gottes mitwirken dürfen, der die Liebe ist. Der Brief des Hl. Jakobus mahnt uns (2,12f): „Darum redet und handelt wie Menschen, die nach dem Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Denn das Gericht ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.“ Das MISEREOR-Hungertuch ist daher eine aufrüttelnde, begeisternde Predigt für unsere Arbeit.
Das Hungertuch erinnert auch an das Lukasevangelium (16,20ff):
"Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, daß du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber mußt leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so daß niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte."
Hier wird deutlich, wie sehr wir den Menschen die Botschaft schulden, damit sie sich bewusst werden, wozu sie berufen sind. 1 Kor 9,16: "Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!"
Gruppe Schöpfung bewahren
Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können
Von diesem Leitwort der Fastenaktion angeregt, hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich für die hiermit verbundenen Themen einsetzen wird. Innerhalb dieser Gruppe besprechen wir Themen die zum einen den Umweltschutz und den Fairen Hendel betreffen, aber auch die bestehenden Partnerschaften mit Ländern aus der dritten Welt sind in der Gruppe ein wichtiges Thema. Sie hat sich den Namen "Konviventia" gegeben.
Ebenso wird auf Stadteben in der Wolfsburger Agenda 21 durch einzelne Mitglieder unserer Gruppe mitgewirkt.
Die genannte Gruppe wird weitere Aktionen vorbereiten und durchführen, darunter auch Veranstaltungen im Rahmen des Erwachsenen-Bildungswerks.
2010 ist das Jahr der Biodiversität, die für uns nicht nur aus ökologischen, ökonomischen, sozialen und ethischen Motiven wichtig ist, sondern auch aus religiösen Gründen – Bewahrung der Schöpfung Gottes. Wir kooperieren hier mit dem NABU und werden mit dem Kirchenvorstand eine Begehung des Kirchengeländes St. Christophorus vornehmen, um Möglichkeiten einer Erweiterung der biologischen Vielfalt zu finden.
Konviventia - Unsere Themen

- Logo Konviventia
Konviventia - im Einklang mit der Schöpfung leben
- Erhaltung der biologischen Vielfalt
Die Vereinten Nationen haben das laufende Jahrzehnt zur Dekade der Biodiversität erklärt. Deutschland hat eine Nationale Strategie zur Erhaltung der biologischern Vielfalt, die alle gesellschaftlichen Gruppen - also auch die Kirchen - zur Mitwirkung auffordert.
Wir gestalten unsere Kirchengelände nach diesen Gesichtpunkten.
- Fairer Handel
In den Entwicklungsländern werden Menschen unbarmherzig ausgebeutet. Fair gehandelte Waren sichern ihnen bei geringen Preisaufschlägen eine menschenwürdige Existenz.
- "Trotz Dürre leben"
Im Nordosten Brasiliens gibt es ein Dürregbiet von rd. 900.000 qkm. Wir unsterstützen mit MISEREOR unsere Partnerorganisation IRPAA, die Kleinbauern in landwirtschaftlichen Methoden schult, die ihnen auch im Dürreklima eine Existenzmöglichkeit geben. Wir setzen uns auch dafür ein, dass sie nicht von ihren Grundstücken vertrieben werden, damit die Agrarindustrie Monokulturen einrichtet.
- Nachhaltiger Lebensstil
Unser überhöhter Fleischkonsum verursacht Hunger
- weil Getreide verfüttert wird, statt Menschen zu ernähren,
schadet dem Klima
- weil Regenwald gerodet wird und Rinder Methan ausstoßen,
schadet auch unserer Gesundheit
und führt zu qualvoller Massentierhaltung.
Achtung vor der Schöpfung

- BeferiteSchöpfung
"Der Achtung vor der Schöpfung kommt große Bedeutung zu, auch deshalb, weil »die Schöpfung der Anfang und die Grundlage aller Werke Gottes] ist und sich ihr Schutz für das friedliche Zusammenleben der Menschheit heute als wesentlich erweist. Aufgrund der Grausamkeit des Menschen gegen den Menschen gibt es in der Tat zahlreiche Gefährdungen, die den Frieden und die authentische ganzheitliche Entwicklung des Menschen bedrohen, wie Kriege, internationale und regionale Konflikte, Terrorakte und Menschenrechtsverletzungen. Nicht weniger besorgniserregend sind jedoch jene Gefahren, die vom nachlässigen – wenn nicht sogar mißbräuchlichen – Umgang mit der Erde und den Gütern der Natur herrühren, die uns Gott geschenkt hat. Darum ist es für die Menschheit unerläßlich, jenen Bund zwischen Mensch und Umwelt zu erneuern und zu stärken, der ein Spiegel der Schöpferliebe Gottes sein soll – des Gottes, in dem wir unseren Ursprung haben und zu dem wir unterwegs sind." Botschaft Papst Benedikt XVI zum Weltfriedenstag 2010.
Das Thema Entwicklung ist heute stark an die Verpflichtungen gebunden, die aus der Beziehung des Menschen zur natürlichen Umwelt entstehen. Diese Beziehung wurde allen von Gott geschenkt. Der Umgang mit ihr stellt für uns eine Verantwortung gegenüber den Armen, den künftigen Generationen und der ganzen Menschheit dar. (Papst Benedikt in Caritas in Veritate)

