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22.5.2012

Malteser besuchen Erinnerungstätte bei Volkswagen

Teilnehmer am Besuch der Erinnerungsstätte

Am Freitag, 30.05.2008 um 17:00Uhr trafen sich die Wolfsburger Malteser zu einem lange geplanten Besuch der Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des Volkswagenwerkes.

 

Unter der Leitung von Frau Dr. Ulrike Gutzmann von der Konzernkommunikation (Historische Kommunikation) wurde nach einer kleinen, allgemeinen Einstimmung auf den Geschichte des Volkswagenkonzerns, das Thema Zwangsarbeit aufgegriffen. Frau Dr. Gutzmann geleitete die Gruppe durch die sechs Räume eines ehemaligen Luftschutzbunkers unter der Halle 1.  Die Idee der sozial-utopische Massenmotorisierung des aufstrebenden 3.Reiches und die Anfänge der Zwangsarbeit im Raum 1 erzeugten bei allen Teilnehmern Betroffenheit. Die folgende Dokumentation der damalige Ausweitung der Rüstungsproduktion spiegelte sich im Raum 2 wieder. Das Thema der KZ-Häftlinge greift der Raum 3 auf und im Raum 4 wird geschildert, wie die Schutzmechanismen zur Sicherstellung der Rüstungsproduktion durch die Dezentralisierung in die umliegenden Ortschaften organisiert wurden. Hier wird auch auf die Befreiung der Zwangsarbeiter durch die amerikanische Armee angesprochen. Das Thema Erinnerung der Zwangsarbeit wird in Raum 5 durch exemplarische Aussagen der Betroffenen untermauert und zum Schluß zeigt der Raum 6 die generelle Auseinandersetzung des Volkswagenkonzerns mit der Geschichte des Nationalsozialismus.

 

Alle Malteser zeigten sich sehr betroffen und stellten einhellig fest, daß solche Erinnerungsstätten einen wichtigen Beitrag zum „Nichtvergessen“ besitzen und vielen nicht bekannt war, dass das Unternehmen Volkswagen sich in einem so großen Maß mit dem Thema Zwangsarbeit beschäftigt.