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22.5.2012

Fahrsicherheitstraining für große Einsatzfahrzeuge

Mit Blaulicht sicher durch den Schnee,

Malteser und Feuerwehr üben mit Großfahrzeugen im Schnee.

 

Am Wochenende 16.-17. Januar 2010 veranstaltete die Behördenfahrschule der Berufsfeuerwehr Wolfsburg, unter der Leitung von Uwe Frobart, ein Fahrsicherheitstraining für große Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen. Während am Sonnabend das Schwergewicht auf dem theoretischen Teil lag, fand am Sonntag das aktive Schnee-Fahrtraining auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Wesendorf statt. 

 

Am Sonnabend hatte Fahrlehrer Uwe Frobart für die 25 Teilnehmer der Führerscheinklassen C/CE im theoretischen Teil einige Überraschungen parat. In einer sehr eindringlichen Art und Weise wurde den LKW-Fahrerinnen und Fahrern die hohe Stressbelastung bei Einsatzfahrten nahe gebracht und dieses immer wieder unter der Berücksichtigung der großen Einsatzfahrzeuge. Kleine Videosequenzen zeigten recht eindrucksvoll welches Gefahrenpotential für die Fahrzeugführer bei Einsatzfahrten unter Blaulicht und Einsatzhorn vor-handen ist. Gerade von Fahrerinnen und Fahrern großer Einsatzfahrzeuge wird hinsichtlich der engen, verbleibenden Fahrbahn durch die Größe des Einsatzfahrzeugs einiges abverlangt. Nicht alle Verkehrsteilnehmer beachten beim Bilden der Rettungsgasse auch die Größe der Feuerwehr- und Gerätefahrzeuge der Hilfsorganisationen.

 

Um „sein“ Großfahrzeug richtig kennen zu lernen, durften alle Teilnehmer am Nachmittag auf dem Gelände der WAS komplizierte Rangierübungen fahren. Neben dem Wenden auf engstem Raum und dem Rückwärts um die Ecke fahren, wurde auch eine kleine Slalomstrecke eingerichtet. Diese allerdings musste rückwärts, und nur unter Benutzung der Seitenspiegel, durchfahren werden.

 

Am Sonntag ging es morgens gegen 8:00Uhr Richtung Wesendorf. Nach einer eindringlichen Fahrerbesprechung zum Thema Sicherheit und Regelwerk auf dem Trainingsgelände fand die Aufteilung auf die drei Fahrlehrer Uwe Frobart, Reinhold Höfs und Ralf Gross statt. Als erstes mußten alle mit ihren Einsatzfahrzeugen die Grundlagen einer Vollbremsung auf Schnee und Eis am eigenen Leib erfahren. Hier zeigte sich schon recht deutlich, welchen technischen Fortschritt die Bremsregeltechnik gemacht hat. Noch "krasser" wurde der Unterschied bei dem Fahren von Ausweichmanövern. Während die älteren Einsatzfahrzeuge sich teilweise nach der ersten Lenkbewegung um die eigene Achse drehten, durchliefen die neueren Fahrzeuge diese Prüfung mit Bravur.

 

Auf einer Neuschneestrecke konnten die Fahrerinnen und Fahrer die Seitenführung ihrer Fahrzeuge "austesten". Eine besondere Fahrprüfung hatte sich der Chef der Behördenfahrschule der Berufsfeuerwehr Wolfsburg, Uwe Frobart, ausgedacht. Während einer Stressfahrt wurde eine Einsatzfahrt simuliert indem der Fahrlehrer ständig Aufgaben in Cockpit einspielte. Mal mußte buchstabiert, mal mußten Zahlen im Kopf addiert oder Buchstabenkolonnen wiederholt werden.

  

Am Sonntagabend waren sich alle Teilnehmer darüber einig, das dieses Fahrsicherheitstraining im Schnee und auf Eis die beste Möglichkeit ist, seine eigenen Grenzen zu erkennen. Jeder konnte das Überschreiten dieser Grenzen ausprobieren, ohne das dabei ein Mensch oder das Fahrzeug Schaden nehmen muss. Obwohl es erst die zweite Veranstaltung dieser Art war, kam von allen Teilnehmern die Bitte und der Wunsch, das Fahrsicherheitstraining für Großfahrzeuge als festen Bestandteil der Fahrerausbildung in der Wolfsburger Feuerwehr zu etablieren.