Katholische Kitas kommunizieren jetzt auch smart

Mit der Kita-App fließen Informationen zwischen Kitas und Eltern nun direkt, zeitgemäß und Ressourcen schonend. Die Testphase der Kita-App hat in zwei katholischen Kitas begonnen. 

Die Coronazeit machte sehr deutlich was bereits bekannt war: Wenn Kinder und Eltern von einem Tag auf den anderen nicht mehr in die Kita kommen dürfen, müssen schnell, kreativ und oft sehr aufwendig neue Wege des Kontaktes und der Information her! 

Wie lassen sich schnell wichtige Regelungen und Hilfsangebote zu den Familien transportieren, die über Mail nicht erreichbar sind, oder die aufgrund von Sprachbarrieren auf Gesten, Bildsprache und Übersetzung angewiesen sind?

Bei allen Anstrengungen per Mails, Hausbesuchen und Gesprächstermin am KiTa-Zaun auf Abstand: es musste eine neue direkte und unkomplizierte Verbindung her!

Nahezu alle Familien kommunizieren per Smartphone – Was liegt näher als über eine schnelle und sichere App zu kommunizieren?

Nach nur fünf Monaten Prüfung, Konzeptentwurf und Vertragsklärung gehen zwei katholische Kitas als erste KiTas in Wolfsburg mit der Kita-App an den Start. Schon jetzt ist sichtbar: das persönliche Gespräch in der Kita wird nicht ersetzt, aber hervorragend intensiviert und bereichert.

Im Gesamtverband, an den 10 Kitas und Familienzentren angeschlossen sind, arbeiten nun St. Franziskus und St. Raphael für alle anderen Einrichtungen in der Pilotphase mit der KiTa-Info-App, um Erfahrungen zu sammeln und ggf. im nächsten Jahr diesen Weg für alle katholischen Kitas zu öffnen. 

Ab sofort sind somit Eltern der KiTas St. Franziskus und St. Raphael direkt mit ihrem Smartphone mit der KiTa verbunden: Informationen erreichen sie zeitnah und mit Übersetzungsmöglichkeit; sie können Krankmeldungen ihrer Kinder, sowie die Bereitschaft zur Teilnahme/Mitarbeit bei Veranstaltungen unkompliziert per Kreuz anmelden. Die KiTa kann sehen, ob Informationen angekommen sind und ggf. an diese erinnern. Sie kann auch kurze Abfragen oder größere Befragungen schalten. Viel Papier, Druckerfarbe und Zeit werden gespart. Für MA wird das Arbeiten leichter, Feedback einholen geht schnell und unkompliziert und der Familienkontakt wird intensiver.

Die Stadt Wolfsburg unterstützt diese Bewegung zunächst mit der Freigabe von vier Leihgeräten (iPads). Diese stellt die Sprachbildungskoordinatorin, Dr. Maren Risch für den Start und die Entwicklung pädagogischer Interventionen im Gruppenalltag zur Verfügung. Aus dem Bildungshaus der Stadt Wolfsburg nahm Anika Post als Sprachbildungsbegleiterin an der Auftaktveranstaltung teil: „Die Erweiterung der Kommunikationsmöglichkeiten zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern und die damit verbundene Partizipation der Eltern über digitale Möglichkeiten eröffnet neue Wege, die wir gerne unterstützen.“, so Anika Post 

Dafür sind wir dankbar und freuen uns, Teil des Netzwerkes digitaler Entwicklung und Medienbildung in Wolfsburg zu sein.

Die KiTa-Leitungen und Mitarbeiter*innen  freuen sich auf einen neuen Weg, die Kommunikation mit den Eltern zu intensivieren und barrierefreie neue Wege der Partizipation zu entwickeln.:

 -          Sie sehen einen großen Vorteil darin über verschiedene Themen, wie bspw. das Thema des Sommerfestes anonym und mit nur einem Klick abstimmen zu lassen und erhoffen sich dadurch auch eine größere Resonanz bei Abstimmungen und Feedbacks seitens der Eltern. 

-          Gleichzeitig schafft die App die Möglichkeit noch detaillierter und spezifischer über Beratungsangebote zu informieren. 

-      Auch die gleichberechtigte Verteilung der Informationen und damit kein Ausschluss von bestimmten Personen besonderes bei vielschichtigen Familienkonsultationen (z.B. in Trennungssituationen) bietet laut den Leitungen einen enormen Vorteil der Kita- Info- App. 

-          Kinder (zukünftig) an der Gestaltung von Einladungen, Elternbriefen , Informationen an Eltern beteiligen

-         Übersicht an Beteiligungsmöglichkeiten auch Kita übergreifend (Schulkinderaktionen o.ä.)

(Text: Bettina Brauner, Kita-Entwicklung und Fachberatung; Melanie Piekac, KiTa-Leitung)

Pressemitteilung Wolfsburger Allgemeine Zeitung vom 10.09.2020