Protest gegen das Kita-Gesetz (NKiTaG)

Protest der katholischen KiTas zur neuen Gesetzgebung des Landes

Mit kreativen Aktionen protestieren Leitungen, MitarbeiterInnen und Eltern der kath. Kitas im Dekanat gegen die KiTaG-Novellierung des Landes Niedersachsen.

Die geplante Novellierung ist ein deutlicher Rückschritt und eine Absage an Qualitätssicherung und -entwicklung in der frühkindlichen Bildung. Das sagen nicht nur die Betroffenen in den Kitas, sondern alle Dach- und Fachverbände.

Mit kreativen Aktionen machten die kath. Kitas in Wolfsburg auf ihren Protest aufmerksam.

Statement der Leitungen der katholischen Kitas in der Region Wolfsburg – Helmstedt – Gifhorn zum Entwurf des NKitaG

Unsere Kinder und die Zukunft unserer Kindertagesstätten sind uns wichtig!

Der Entwurf des neuen Kindertagesstätten-Gesetzes des Landes Niedersachsen (NKitaG) erfüllt uns mit großer Sorge und stiftet großen Ärger unter den Fachkräften.

Der Entwurf sieht keine der seit Jahren versprochenen und wissenschaftlich erwiesenen notwendigen Verbesserungen vor. Das KitaG definiert landesweit die Rahmenbedingungen für Betreuung, Bildung und Teilhabe für Kinder. Fachkräfte sehen darin im Entwurf des NKitaG einen deutlichen Rückschritt in der Qualität der pädagogischen Arbeit. Wesentliche Folgen, die durch den Entwurf absehbar erscheinen, sind:

Keine Zeit …
- für Kind-zentrierte Pädagogik und Beziehungsarbeit;
- für Tür- und Angel-Gespräche oder ausführliche Elterngespräche;
- für Ausflüge aller Kinder einer Gruppe;
- für Kleingruppen-Angebote und Einzelförderung gemäß gesetzlich verankertem Anspruch auf Förderung;
- für externe Bildungsangebote wie PHAENO, Theater etc. für alle Kinder;
- für notwendige Teamabsprachen und gemeinsame Fortbildungen des Teams;
- für kontinuierliche Qualitätsentwicklung;
- für die Begleitung von Auszubildenden.

Wir erwarten Nachbesserung des Entwurfes, und verbinden uns damit landesweit mit unseren Dachverbänden und zahlreichen Initiativen.

Leitungen der katholischen KiTas in Wolfsburg im April 2021